Barrierefreiheit im Netz: Maßnahmen fördern lassen

Barrierefreiheit im Netz: Maßnahmen fördern lassen

Damit Menschen mit körperlichen Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, ist die Umsetzung von Maßnahmen für Barrierefreiheit unumgänglich. Neben der räumlichen Barrierefreiheit, die zum Beispiel Rampen für Rollstuhlfahrer meint, stoßen Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen auch in der digitalen Welt auf Hindernisse. Barrierefreiheit im Netz bedeutet, Internetseiten so zu gestalten, dass sie für alle Menschen uneingeschränkt zugänglich und verständlich sind. Im Detail bedeutet das zum Beispiel:

  • Kontraste zwischen Hintergrund und Schrift, damit Texte besser lesbar sind
  • Alternativbeschreibungen bei Bildern
  • Texte linksbündig setzen
  • Leichte Sprache verwenden
  • Abkürzungen bei der ersten Erwähnung erklären
  • Skalierbarkeit der Schrift
  • Videos nicht von alleine abspielen lassen
  • Videoton im normalen db-Bereich einstellen
  • Untertitel
  • Blinkende oder animierte Elemente vermeiden
  • Sinnvolle und übersichtliche Seitenstruktur

Diese Maßnahmen helfen nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern machen Webseiten auch allgemein leichter zugänglich – zum Beispiel bei lauter Umgebung, schlechtem Empfang, Sonneneinstrahlung und so weiter. Außerdem bewertet Google unter anderem die Übersichtlichkeit und Struktur einer Webseite – barrierefreie Webseiten ranken besser und werden von Usern schneller in den Suchmaschinen gefunden.

Förderprogramm der Aktion Mensch

Es lohnt sich also, die eigene Webseite einem Barrierecheck zu unterziehen und gegebenenfalls in entsprechende Maßnahmen zu investieren, zumal diese unter Umständen förderfähig sind. Zum Beispiel bietet die Aktion Mensch über das Förderprogramm „Barrierefreiheit für alle“ Zuschüsse für Maßnahmen, die die Zugänglichkeit und Anwenderfreundlichkeit von Webseiten verbessern. Gefördert werden kleine Projekte mit bis zu 5.000 € und große Projekte mit maximal 300.000 €. Voraussetzung ist, dass die Projekte sich an den Standards der BITV (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) und WCAG (Web Content Acessibility Guidelines) orientieren.

Investition in digitale Barrierefreheit macht sich bezahlt

Beide Verordnungen verpflichten öffentliche Stellen bereits jetzt zur digitalen Barrierefreiheit. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die digitale Barrierefreiheit zum generellen Standard wird. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihr Projekt oder Ihr Vorhaben förderfähig ist, helfen wir Ihnen übrigens gerne weiter. Lohnenswert sind Investitionen in die digitale Barrierefreiheit nicht nur, weil sie vielen Menschen das Leben vereinfachen und ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Auch für Unternehmen macht es Sinn, die eigene Webseite für Google fit zu machen. Denn nur wer bei Google gefunden wird, kann im Wettbewerb bestehen.

 

[...] WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner