BVI-Expertentalk

Das war BVI-Expertentalk zur Unternehmensnachfolge

Die Geschäftsführer der imovion GmbH, Nico Kühner und Daniel Wingenbach, hatten die Gelegenheit zu den derzeit wichtigsten Fragen in der Immobilienwirtschaft Stellung zu nehmen: Wie plant man eine erfolgreiche Unternehmensübergabe? Und wie findet man eine geeignete Nachfolge?

Im Mittelpunkt des Expertenvortrags standen die Ergebnisse der von Herrn Kühner durchgeführten Umfrage zur Unternehmensnachfolge in 2019 und die praktische Umsetzung für Immobilienverwalter. Hier wurde die Verkäufer- sowie die Käuferseite berücksichtigt.

Aus der spannenden Umfrage konnte festgestellt werden, dass ein Großteil der Teilnehmer sich bereits in einem fortgeschrittenen Arbeitsalter, nämlich zwischen 56 und 60 Jahren, befanden und rund 40% haben angegeben, dass sie in den kommenden 1-5 Jahren ihr Unternehmen übergeben wollten. Ca. 22% haben sich jedoch noch keine Gedanken darüber gemacht. Dies bedeutet, dass Immobilienverwalter, die keine geregelte Nachfolge haben, sich zu spät mit der Nachfolgersuche beschäftigen.

Anhand der Ergebnisse konnten die beiden Geschäftsführer das Thema Planung bei der Übergabe eines Unternehmens ansprechen und wichtige Tipps für potenzielle Verkäufer und Käufer weitergeben. Zu den wichtigsten Faktoren gehört die Ermittlung des Unternehmenswertes, da dieser die Grundlage für zukünftige Kaufpreisverhandlungen ist. Dabei sollten nicht nur die Zahlen berücksichtigt werden, sondern auch wichtige Faktoren wie das Personal und der Digitalisierungsgrad. Der schwierigste Faktor ist jedoch der emotionale Aspekt der Immobilienverwalter beim Verkauf des Unternehmens, der sich nicht in Zahlen darstellen lässt.

Umso wichtiger ist es für Immobilienverwalter, eine geeignete Nachfolge für ihr Unternehmen zu finden. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Familiennachfolge. Steht jedoch keine Familiennachfolge zur Verfügung, besteht die Möglichkeit Mitarbeiter als potenzielle Nachfolge auszuwählen. Eine Nachfolge aus dem eigenen Unternehmen hat in der Regel den Vorteil, dass die Person wie bei der Familiennachfolge, die Besonderheiten des Unternehmens bereits kennt.

Wenn jedoch keine potenzielle Nachfolge bekannt ist, müssen externe Kandidaten gesucht werden.  „Unabhängig davon, für welche Variante man sich entscheidet, sollte man den Zeitaspekt nicht unterschätzen“, so das Fazit.